Von Marco Schäfer | Lesezeit: ca. 2 Min.
Eine Immobilie zu verkaufen, ist für die meisten Menschen kein alltägliches Geschäft. Es geht um viel Geld, persönliche Erinnerungen und oft auch um eine emotionale Entscheidung.
Als Immobilienmakler erlebe ich jeden Tag, mit wie viel Herzblut Eigentümer an ihrer Immobilie hängen. Und genau deshalb gibt es einige Dinge, die ich in meinen Erstgesprächen immer wieder anspreche.
Denn auf dem Immobilienmarkt können kleine Fehler schnell teuer werden.
Wenn wir einen guten Verkaufspreis erzielen und gleichzeitig einen möglichst reibungslosen Ablauf erreichen wollen, kommt es vor allem auf drei Dinge an.
1. Deine Unterlagen müssen stehen wie eine Eins – lückenlos und belastbar!
Ich weiß: Aktenordner durchzugehen und fehlende Unterlagen zusammenzusuchen, macht keinen Spaß.
Aber der Satz „Die Unterlagen suchen wir zusammen, wenn wir einen Käufer haben“ kann im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass ein Verkauf kurz vor dem Ziel ins Wanken gerät.
Wenn der passende Kaufinteressent vor der Tür steht, sollten die wichtigsten Unterlagen bereits vollständig vorliegen. Denn fehlende oder unklare Dokumente verzögern den Verkaufsprozess und können beim Käufer schnell Fragen oder Misstrauen auslösen.
Mein Praxis-Tipp: Mach die Hausaufgaben, bevor die Immobilie auf den Markt kommt.
Dazu gehören unter anderem Grundrisse, Wohnflächenberechnung, Energieausweis, Bauunterlagen und weitere objektspezifische Dokumente.
Je besser der Verkauf vorbereitet ist, desto souveräner können wir gegenüber potenziellen Käufern auftreten.
2. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – mach dein Haus fit für den Fotografen!
Wir alle kennen es: Wir scrollen durch Immobilienportale und entscheiden innerhalb weniger Sekunden, welches Objekt wir uns genauer ansehen.
Helle, aufgeräumte und einladende Fotos machen neugierig. Unaufgeräumte Räume, persönliche Gegenstände oder die Wäsche auf dem Trockenständer wirken dagegen schnell abschreckend.
Das bedeutet nicht, dass deine Einrichtung nicht schön ist.
Es geht vielmehr darum, dass ein potenzieller Käufer sich vorstellen können muss, selbst dort zu wohnen.
Deshalb sollte eine Immobilie vor dem Fototermin möglichst aufgeräumt, sauber und gut vorbereitet sein. Manchmal reichen schon kleine Veränderungen, um einen Raum deutlich größer und einladender wirken zu lassen.
Mein Praxis-Tipp: Nimm dir vor dem Fototermin etwas Zeit für die Vorbereitung. Diese Zeit ist gut investiert – denn professionelle Fotos sind häufig der erste Kontakt zwischen deiner Immobilie und einem potenziellen Käufer.
3. Der Markt bestimmt den Preis – und die Bank des Käufers muss ihn mittragen
Jetzt kommen wir zum emotionalsten Thema beim Immobilienverkauf: dem Preis.
Natürlich möchte jeder Eigentümer den bestmöglichen Verkaufspreis erzielen. Das ist völlig verständlich.
Problematisch wird es allerdings, wenn der Preis vor allem aus dem Bauch heraus festgelegt wird.
Ein zu hoher Angebotspreis kann dazu führen, dass eine Immobilie lange am Markt bleibt. Irgendwann fragen sich Interessenten: „Warum ist die Immobilie schon so lange online?“ Und plötzlich wird es schwieriger, den ursprünglichen Preis noch durchzusetzen.
Deshalb sollte eine Immobilienbewertung immer auf nachvollziehbaren Kriterien basieren. Je nach Immobilie können dabei beispielsweise das Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren eine Rolle spielen.
Die harte Wahrheit aus meiner Praxis:
Am Ende muss der Kaufpreis nicht nur für den Verkäufer und den Käufer passen – auch die finanzierende Bank muss ihn nachvollziehen können.
Wenn eine Bank die Immobilie deutlich niedriger bewertet als den vereinbarten Kaufpreis, kann die Finanzierung des Käufers scheitern. Und damit kann auch der gesamte Verkauf wieder auf der Kippe stehen.
Ein realistischer und fachlich fundierter Angebotspreis schafft deshalb nicht nur Vertrauen bei Interessenten. Er kann auch dazu beitragen, dass die Finanzierung des Käufers funktioniert und der Weg zum Notartermin frei bleibt.
Mein Fazit
Ein Immobilienverkauf ist Teamsport.
Je besser die Unterlagen vorbereitet sind, je professioneller die Immobilie präsentiert wird und je realistischer der Angebotspreis festgelegt ist, desto besser sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verkauf.
Und genau dabei sehe ich meine Aufgabe als Immobilienmakler: nicht einfach nur ein Haus auf ein Portal zu stellen, sondern den gesamten Verkaufsprozess von Anfang an richtig vorzubereiten.
Du planst gerade, deine Immobilie zu verkaufen?
Dann lass uns unverbindlich darüber sprechen, was deine Immobilie aktuell wert ist und worauf es bei einem erfolgreichen Verkauf ankommt.
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